Am Flughafen Frankfurt konnte man beobachten wie einige schon ihre Pyjamas anzogen und mit Nackenstütze in der Schlange geduldig auf dem Nachtflug nach Kapstadt warteten. Währenddessen lief eine Ansage: Der Flug nach Johannesburg sei überbucht und Freiwillige werden gesucht, die bereit wären eine Nacht länger in der schönen Stadt Frankfurt zu übernachten. Gelockt wurden die „Freiwilligen“ mit 600€ Cash, Hotel und Restaurant. Hej,Hej. Erfahren, ob die Freiwilligen gefunden worden sind, haben wir nicht, aber die Ansage lief während unserer ganzen Wartezeit. Unser Flug lief ohne Vorkommnisse. Turbulenzen über Algerien verzögerten die Essensausgabe sodass wir den sonderbaren Genuss hatten, einen Nuddelauflauf um 2 Uhr morgens zu bekommen, hej, hej. Kolja, der zwischen uns saß, schlief schnell ein, hielt uns dabei die Hand und saß im Lotussitz mit dem Kopf im Nacken. Pünktlich um 10 Uhr landeten wir in Kapstadt. Zoll war schnell erledigt. Einzige Frage war, ob wir Urlaub hier machen würden und nach Koljas Geburtsurkunde wurde verlangt. Im Flughafen steht – für eine Empfangshalle – ein seltsames Artefakt der südafrikanischen Geschichte: Die Zelle von Nelson Mandela


