Seapoint Pavilion

Zurück in Kapstadt haben wir das wunderschöne „Seapoint Pavillon“ Schwimmbad besucht, welches mit dem Wasser aus dem angrenzenden Atlantik gespeist wird. Das Schwimmbad hatten wir für uns alleine. Es lag vielleicht an den Wassertemperaturen: 16°C im Pool und 16°C im Ozean. No lifeguard on duty aber dafür 10 Gärtner bei der Rasenflächenpflege.

Die Zitronen von Addo

Auf unserer Tour durch die Zitronen-Haine wurde uns erzählt, dass die Früchte-Industrie der größte Arbeitgeber in der Eastern-Cape Region sei und dass eine Zitrus-Farm sehr ertragreich sei, so dass man schnell Profite erzielen kann. Was nicht gesagt wurde, ist dass die Arbeiter auf solchen Farmen für 16 ZAR pro Stunde arbeiten(1€ umgerechnet 2018). Destotrotz war das Jammern groß bei unseren weißen südafrikanischen Mitreisenden: Dass es für weiße Männer schwierig sei, an Jobs zu kommen, da Frauen und „coloured“ people bevorzugt werden und dass sie unter einer Art Segregation leiden würden. Die Landarbeiter die unseren mit Touristen bepackten Wagen kreuzten, grüßten nett – Anja, Kolja und ich grüßten zurück, unsere unter der Segregation leidenden Mitfahrer nicht. Vielleicht waren sie durch die Pracht der Früchte abgelenkt, vielleicht ist die Lage gespannt.

https://citizen.co.za/news/south-africa/1944435/sundays-river-valley-farm-workers-shut-down-white-shops-during-strike/

Save water

In Südafrika herrscht seit Jahren eine große Dürre und daher wird das Wassersparen sehr ernst genommen. Schon am Flughafen fordern Schilder zum bewussten Verbrauch auf, auch in den von uns gebuchten Unterkünften wird darauf hingewiesen. So sind z. B. die meisten Wasserhähne in öffentlichen Toiletten (sehr zur Freude eines bestimmten Zehnjährigen) gesperrt oder es kommt nur ein Sprühstoß heraus. Das Wasser ist auf 50 Liter pro Tag und Bewohner limitiert, danach wird es allerdings nicht abgestellt, sondern richtig teuer. Das wirkt. Führt allerdings auch zu absurden Wassersparvorschlägen: Einweggeschirr benutzen, braucht man nicht abzuwaschen … Oder: Kleine Plastikflaschen mit Handsanitizern verwenden …

England-Kroatien

Heute Abend schauen wir entspannt das Spiel in unserem Apartment. Tagsüber sind wir durch die Stadt gelaufen. In der Bibliothek haben wir diese Engländerin getroffen die in den 60er Jahren als Tochter eines englischen Soldat in Hamm gelebt hat.

English teacher, with an english heart

Sie ist jetzt im Freundesverein der Capetown Library, Anja hat ihr ein Afrikaans Lehrbuch abgekauft und ist somit Unterstützerin der Bibliothek. Das Daumen drücken hat leider nicht geholfen. In den Geschichtsbüchern wird stehen, dass die Truppe um Modric mit einem 2:1-Sieg über England ins Finale kamen und die Engländer in eine 50-jährige Geschichte der Trauer zurück ließen. „Football is not coming home tonight.“

Welcome to the mother city

Am Flughafen Frankfurt konnte man beobachten wie einige schon ihre Pyjamas anzogen und mit Nackenstütze in der Schlange geduldig auf dem Nachtflug nach Kapstadt warteten. Währenddessen lief eine Ansage: Der Flug nach Johannesburg sei überbucht und Freiwillige werden gesucht, die bereit wären eine Nacht länger in der schönen Stadt Frankfurt zu übernachten. Gelockt wurden die „Freiwilligen“ mit 600€ Cash, Hotel und Restaurant. Hej,Hej. Erfahren, ob die Freiwilligen gefunden worden sind, haben wir nicht, aber die Ansage lief während unserer ganzen Wartezeit. Unser Flug lief ohne Vorkommnisse. Turbulenzen über Algerien verzögerten die Essensausgabe sodass wir den sonderbaren Genuss hatten, einen Nuddelauflauf um 2 Uhr morgens zu bekommen, hej, hej. Kolja, der zwischen uns saß, schlief schnell ein, hielt uns dabei die Hand und saß im Lotussitz mit dem Kopf im Nacken. Pünktlich um 10 Uhr landeten wir in Kapstadt. Zoll war schnell erledigt. Einzige Frage war, ob wir Urlaub hier machen würden und nach Koljas Geburtsurkunde wurde verlangt. Im Flughafen steht – für eine Empfangshalle – ein seltsames Artefakt der südafrikanischen Geschichte: Die Zelle von Nelson Mandela

Südafrika

Unsere Reise führt uns dieses Jahr nach Südafrika. Erste Etappe wird Kapstadt sein von wo wir unsere Reise dann Richtung Südwesten fortsetzen werden. Zwei Tage vor dem Start ist die Aufregung groß, Kameras wurden aufgerüstet und Gepäck liegt verstreut in der Wohnung. Bleiben auch noch vier WM Spiele zu genießen, bevor wir losfliegen. Allons, Allons enfants… Ich freue mich schon auf ein mögliches Frankreich-Belgien.