Unser erster Nationalpark. Leider ohne passende U2-Musik. Da wir noch in andere wollen, haben wir uns gleich eine Jahreskarte für alle gekauft. Die Hitze ist der Hammer, trotzdem halten wir immer mal wieder für kurze Fotostops oder Spaziergänge. Die Landschaft wechselt, auch wenn es erstmal wirkt wie eine unwirtliche Wüste. Kakteenhaine, unterschiedliche Gesteinsstrukturen, Sandwüsten, Yuccapalmen, Joshuatrees, stachelige Büsche, riesige Steine, die aussehen, als ob sie von jemanden aufeinander gestapelt wurden, hohe Berge, von denen man auf den Andreas-Graben sehen kann. Zu Koljas Enttäuschung sehen wir nur irgendwelche Wüstenmäuse namens Kängururatten und ein paar Eidechsen. Bei einem immerhin etwas längeren Wanderung zu einer Wasserstelle (natürlich ausgetrocknet) verlaufe ich mich prompt mit Kolja so 500 m vom Parkplatz entfernt mit nur noch einem Schluck Wasser, ohne Mützen und Karte. Glücklicherweise rettete uns – natürlich – eine holländische Familie und schließlich Kolja, der, während ich schon hysterisch wurde, ganz cool den Fußspuren anderer Wanderer nachging. Am Parkplatz trafen wir dann auch Dominique wieder, der nur einen kurzen Schlenker anders gemacht hatte als wir und jetzt leider ohne Wasser und Autoschlüssel genauso aufgeschmissen war und schon auf der Suche nach uns war. Gefährliche Wüste.