110 Fahrenheit

Palm Springs Kühlung
Hier werden die Terrasse und Bürgersteige mit Duschen gekühlt.
Palm Springs vom Mount Jacinto
Palm Springs vom Mount Jacinto

Für Palm Springs gibt es keine norddeutschen Vergleiche mehr, das verhindern schon die Temperaturen, der Motelpool kühlt auch nicht mehr, und als die Temperaturen auf 96 Fahrenheit drohen zu sinken und 0,03 l Regen fallen könnten, wird hier in den Lokalnachrichten vom schlechten Wetter berichtet. Wir schleppen uns von einem kühlen Ort zum nächsten. Die Straßen werden mit Duschen gekühlt und in 3000 Meter Höhe ist es immer noch 70 Grad F warm ( angenehme 21 Grad Celsius). Gestern hat Kolja ein Nervenzusammenbruch erlitten, nachdem Deutschland  Frankreich geschlagen hatte und ich ihm erklären wollte daß er sowohl Deutscher als auch Franzose sei.

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Zwei Herzen eine Seele.

Zu Fuß nach Mexico

Schön mit dem Auto bis zum Parkplatz an der Grenze fahren, nach Mexico dürfen wir mit unserem Mietwagen ja nicht, dann zu Fuß
‚rüber spazieren und den Mexikanern drüben nach der Schlappe gegen die Niederlande gestern ’ne lange Nase zeigen, dann ein gepflegtes Cerveza in einer Bar trinken und dabei das Spiel Deutschland gegen Algerien sehen, so hatte ich mir dieses Tag vorgestellt. Dier Plan wurde zuerst von Kolja durchkreuzt, der unbedingt sein am Wochenende in einem Thriftstore – wahrend ich auf dem Klo war – erworbenes Mexiko-Trikot anziehen musste. Der Rest des Plans ging dann auch nicht auf, zumindest der Grenzbereich Tijuanas ist voll hässlich, voller bettelnder Junkies und komischer „Apotheken“, die Prozac, Viagra usw. vermutlich spottbillig und rezeptfrei verkaufen. Wir hatten dann schnell keine Lust mehr, weiter zu laufen und ständig angequatscht zu werden und unser kleiner Mexikaner wollte nach einem hygienisch fragwürdigen Eis und Nachos schnellstens nach Hause, was in diesem Urlaub normalerweise Hamburg heißt, diesmal aber U.S.A. bedeutete ….
Also zurück. Wir hatten die kilometerlange Schlange Richtung Amerika zwar schon auf dem Hinweg bemerkt, aber die würde sich doch nach unserem entspannten Tag in Tijuana aufgelöst haben, dachten wir ja vor einer dreiviertel Stunde . . . Oder es würde ja wohl eine ganz kurze Schlange für EU-Bürger geben …Ein Busfahrer koberte uns mit der Aussage, er würde uns in 40 Minuten über die Grenze bringen, während wir in der Fußgängerschlange sicher zwei Stunden brauchen würden. Ja klar, machten wir. Aus unerfindlichen Gründen wurde aber irgendwann die Busschlange geschlossen, der Fahrer verschwand und wir waren in einem kleinen Bus eingesperrt, während die Fußgänger an uns vorbei marschierten. Nach wirklich sehr langer Zeit durften wir aus dem Bus und uns in die Fußgängerschlange einreihen und nach weiteren Stunden waren wir wieder in God’s own country. Inzwischen war der Tag vorbei. Auf dem Weg zurück zum Campingplatz entdecken wir einen tollen und billigen mexikanischen Supermarkt, wo es alles gibt, was wir eigentlich drüben kaufen wollten.

San Diego Padres

Cincinatti Reds Vs San Diego Padres
Johnny Cueto von den Cincinnati Reds am Bat

Gestern wollten wir in der Stadt bummeln gehen und kamen am Petco Baseball Stadion vorbei ein Mann schenkte uns gleich eine Karte für das Spiel Padres San Diego gegen Cincinnati Reds. Kolja und ich haben uns dann den Spiel angeschaut…eigentlich einen Teil des Spiels, das anscheinend schon seit zwei Tagen lief. Anja kommt nach einem Abstecher im Gaslight District mit einer verbilligte Karte rein („Do you want to see the game or just shop?“ – im Stadion gibt es nämlich jede Menge Läden und Restaurants) Am Ende gewinnen die Los Padres, die Leute stehen auf und wir haben nicht mal verstanden, dass das Spiel vorbei ist. Kolja fand es ziemlich spannend und fing auch auf Anweisungen des Stadionsprechers an zu tanzen.

San Diego Zoo

Gestern ging es in den Zoo von San Diego. Auf dem Weg dorthin trafen wir in der Trolley (so nennt man hier die Straßenbahn) Captain America mit seinen Kumpeln.

Captain america with friends
Noch glückliche Fans vor dem spiel

Danach versuchten wir den San Diego Zoo zu erreichen, was nicht leicht ist, da der Balboa Park, in dem der Zoo liegt, von 4-spurigen Autobahnen völlig eingekesselt ist.

Fazit von drei blasierten Zoo Besucher aus Hamburg … Ein bischen wie der Zoo in Hannover… Und was wiegt ein Jaguar wenn daneben süße Entenküken schwimmen.
(Anmerkung von Anja, ja, die waren am süßesten, und die Kolibris, die wir auf dem Weg in den Zoo gesehen haben)
Auf dem Rückweg trafen wir im Bus zwei sympathische Belgier, die uns das Ergebnis des Spiels verrieten.

Noch glücklichere belgische fans nach dem Spiel
Noch glücklichere belgische Fans nach dem Spiel

From Dusk Till Dawn

Ausflug nach Tijuana, nachdem das Schicksal Nigerias besiegelt war haben wir uns auf dem Weg nach Mexico gemacht wo wir dann Vielleicht auch noch das Spiel Deutschland gegen Algerien anschauen wollten. Also Highway one bis zur Grenze wo wir das für Mexiko nicht versicherte Auto auf einem der Zahlreichen Parkplätze abstellen.
Wir wimmeln zwei Rickshaw Fahrer ab wir wollen zu Fuß rüber. Wir gehen prompt in die falsche Richtung. „You are going the wrong Way“ erbarmt sich einer der Rikshaw Fahrer uns den Richtungen weg zu zeigen nach fünf Minuten gehen wir durch das eiserne Tor nach Mexiko.

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Highway 1 revisited

So, jetzt sind wir ganz unten angekommen auf dem Highway 1, der manchmal auch anders hieß, meistens schön war, manchmal langsam oder langweilig. Superschöne Natur, die Das Stadtkind Kolja ständig fragen ließ, wer das alles gepflanzt und angelegt habe. Worauf wir am Ende tatsächlich bei Gott angelangten.